Sauna nach dem Sport: Wirkung, Vorteile und worauf Sie achten sollten
Wer einmal eine Sauna betreten hat, erinnert sich - meist - mit Freude daran: Es riecht nach Holz und nach Fichtenharz. Eine wohlige Wärme umfasst einen, man nimmt Platz auf einer der Pritschen, anfänglich unten, später auf den oberen Sitzbänken. Wer allein oder zu zweit ist, kann die Stille hören in dieser Kathedrale der Wellness. Ein Aufguss zischt, Feuchtigkeit zieht durch den Raum, Schweiss benetzt die Haut. Saunieren entspannt und ist nachweislich gesund.
Die positiven Effekte des Saunierens
Regelmässige Saunabesuche können die Infektionsanfälligkeit der Atemwege langfristig senken. Der Wechsel von kalt zu heiss trainiert die Thermoregulation der Haut. Das grösste menschliche Organ kann sich dadurch viel schneller Temperaturveränderungen anpassen, was Unterkühlung oder Überhitzung entgegenwirkt. Zudem unterstützt Saunieren das Ausscheiden von Stoffwechselprodukten über die Haut, was sie jünger und frischer macht. Die Sauna ist also ein regelrechtes Anti-Aging-Programm.
Viele Sportler schwören auf die erholsame Wirkung eines Saunabades nach dem Sport.
Die sanfte Wärme der Sauna umhüllt Sie wie eine wärmende Decke und hilft, verspannte Muskeln zu lockern. Dies fördert die Durchblutung und lindert Muskelkater, wodurch sich Ihre Regeneration beschleunigt. In der beruhigenden Atmosphäre der Sauna fällt es leicht, den Alltagsstress und alle Belastungen abzustreifen und in einen Zustand tiefer Entspannung zu gleiten. Gehen Sie in die Sauna nach dem Sport, schenkt sie Ihrem Körper und Geist eine umfassende Erholung.
Die Kombination aus Saunabesuchen und Muskelaufbau gewinnt zunehmend an Popularität, besonders unter Sportbegeisterten, die nach effektiven Wegen zur Steigerung ihrer Trainingsresultate suchen. Saunabesuche nach dem Training werden immer beliebter. Viele Sportler und Fitnessbegeisterte nutzen die Sauna nicht nur zur Entspannung, sondern auch zur Förderung der Muskelregeneration und zur Steigerung der allgemeinen Trainingsleistung.
Vorteile der Sauna nach dem Sport:
- Muskelentspannung: Die Wärme der Sauna hilft, verspannte Muskeln zu lockern und fördert die Durchblutung. Dies kann Muskelkater lindern und die Regeneration beschleunigen.
- Stressabbau: Sport kann anstrengend sein, und ein Saunagang bietet eine ruhige und entspannende Umgebung, die hilft, Stress abzubauen und dem Geist Ruhe zu gönnen.
- Entgiftung: Durch das Schwitzen in der Sauna werden Giftstoffe aus dem Körper ausgeschieden, was das allgemeine Wohlbefinden steigert.
- Immunsystem: Regelmässige Saunagänge können das Immunsystem stärken, da die erhöhte Körpertemperatur die Produktion von weissen Blutkörperchen anregt.
- Verbesserte Durchblutung: Die Hitze fördert die Durchblutung.
- Schnellere Erholung: Nach einem anstrengenden Fussballspiel hilft die Sauna, die Muskeln zu entspannen und die Regeneration zu beschleunigen. Dies kann die Bereitschaft für das nächste Training oder Spiel erhöhen.
- Verletzungsprävention: Die Hitze hat eine positive Wirkung auf die Durchblutung und Lockerung der Muskeln. So können Verletzungen vorgebeugt werden.
- Mentale Erholung: Saunieren bietet eine willkommene mentale Pause nach einem intensiven Spiel.
- Muskelkater reduzieren: Die Wärme der Sauna hilft, Milchsäure und andere Stoffwechselprodukte abzubauen, die Muskelkater verursachen.
- Muskelwachstum fördern: Durch die verbesserte Durchblutung und Sauerstoffversorgung können die Muskeln effizienter regenerieren und wachsen.
Um den Körper vor Überhitzung zu schützen, wird das vegetative Nervensystem angeregt. Dieses reguliert unter anderem die Atem- und Herzfrequenzen. Das vegetative Nervensystem sorgt dafür, dass die Frequenz von Atemzügen und Herzschlägen um bis zu 50 Prozent steigt. Dadurch wird die Verteilung von Sauerstoff und Nährstoffen im Körperkreislauf zusätzlich unterstützt.
Eine erhöhte Wärmezufuhr führt zu einer Entspannung der Muskulatur. Dies lässt sich dadurch erklären, dass das Hirn bei einer kalten Umgebung der Muskulatur den Befehl gibt, sich anzuspannen. So geht die Wärme nicht verloren und durch die Reibung der Muskelfasern wird zusätzlich Wärme erzeugt. Das erklärt auch das Zittern, wenn man friert. Wird nun aber von Aussen dem Körper Wärme zugeführt, muss die Muskulatur keine Wärme produzieren und kann die Spannung reduzieren.
Gemäss netdoktor.net werden somit Schlackenstoffe, die zwischen den Fettzellen abgelagert sind, sowie die Milchsäure aus der Muskulatur in das Blut abgegeben und folglich vermehrt durch den Urin ausgeschieden.
Eine weitere Wirkung der Sauna ist die Erhöhung der Körperkerntemperatur. Diese wird bei einem 25-minütigen Saunagang um durchschnittlich 1-2°C erhöht. Für den Körper bedeutet das die gleiche Situation wie Fieber. Daraus folgt eine Aktivierung der Abwehr- und Immunzellen, welche für die Infektionsabwehr wichtig sind.
Ein Saunagang kann nach einer sportlichen Aktivität also durchaus unterstützend wirken. Keinesfalls lässt sich das Saunieren aber als Ersatz für eine genügend lange Regenerationszeit betrachten. Vor allem beim Krafttraining sollten die Regenerationszeiten von einzelnen Muskelpartien von ungefähr 48 Stunden eingehalten werden.
Zusätzlich lässt sich anfügen, dass aufgrund der grossen Herz-/Kreislaufbelastung die Sauna nicht für Jedermann geeignet ist.
Hitzeschockproteine (HSP) , ausgelöst durch die intensive Hitze in der Sauna, spielen eine entscheidende Rolle für die Muskelregeneration. Sie helfen beim Schutz und bei der Reparatur beschädigter Proteine und unterstützen dadurch den Muskelaufbau und die Muskelreparatur. Diese Proteine wirken als molekulare Schutzschilde, die die Integrität der Muskelzellen unter Stressbedingungen bewahren. HSPs können auch Entzündungen reduzieren und die Anpassung der Muskeln an das Training fördern.
Die dazu durchgeführten Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, dass es vermutlich der Saunagang in einer sehr stark geheizten Sauna ist (zwischen 90 und 100 Grad Celsius), der die Bildung von HSPs fördert.
Studien zeigen, dass regelmässige Saunabesuche nach dem Training zu einer verstärkten Ausschüttung von Hitzeschockproteinen und Wachstumshormonen führen, was den Muskelaufbau und die Regeneration fördern kann. Zudem verbessert die Sauna die Durchblutung, was eine effizientere Nährstoff- und Sauerstoffversorgung der Muskeln ermöglicht.
Die Studienergebnisse deuten darauf hin, dass Saunagänge den Abbau von Muskelproteinen reduzieren und die Muskelhypertrophie unterstützen. Regelmässige Saunagänge können sich nicht nur positiv auf die Muskelmasse, sondern auch auf die Knochenmasse auswirken.
Die erhöhte Temperatur fördert die Durchblutung und unterstützt so den Abtransport von Laktat aus den Muskeln, was zu einer schnelleren Regeneration führt. Studien haben gezeigt, dass die Sauna die Blutzirkulation ähnlich wie leichtes Joggen erhöht, was den Muskeln hilft, sich von der Belastung des Trainings zu erholen.
Regelmässige Saunagänge können das Blutplasmavolumen und den Blutfluss erhöhen, was zu einer verbesserten kardiovaskulären Effizienz führt. Dies ist besonders bei Ausdauersportarten von Vorteil, wo eine effiziente Sauerstoffversorgung entscheidend ist.
Die Wärme kann helfen, Stresshormone zu reduzieren und ein Gefühl der Ruhe zu fördern. Dies kann besonders nach einem intensiven Training von Vorteil sein, um das mentale Gleichgewicht wiederherzustellen. Die Integration der Sauna in eine Krafttrainingsroutine kann die Erholung der Muskeln nach intensiven Belastungen unterstützen. Nach einer Krafttrainingseinheit, bei der Muskelfasern mikroskopische Verletzungen erfahren, kann die Wärme der Sauna die Durchblutung fördern.
Zudem kann die Sauna helfen, die Flexibilität zu verbessern, was für Kraftsportler von Vorteil sein kann, da eine erhöhte Flexibilität das Verletzungsrisiko reduzieren und die Bewegungsamplitude bei Übungen wie Kniebeugen oder Bankdrücken erhöhen kann.
Sportwissenschaftler führten etliche Untersuchungen zur Wirkung der Sauna durch. Dabei wurde eine verbesserte Muskelentspannung und ein besserer Abtransport der Milchsäure aus den Muskeln beobachtet. Milchsäure ist für die Ermüdung der Muskulatur mit verantwortlich.
Saunabaden zog ausserhalb Finnlands vor allem im Sport die Aufmerksamkeit auf sich. Bereits im Hochsommer 1924, als zwei finnische Sportler anlässlich der Olympischen Spiele in Paris bei mehreren Langstreckenläufen hintereinander Gold- und Silbermedaillen gewannen, erwarb sich das Saunabaden einen sehr guten Ruf unter Sportlern. Denn das Schwitzbad mit Abkühlung trägt zur Leistungssteigerung bei. Allerdings nicht in dem Sinne, dass es das Herz trainiert, sondern dadurch, dass es die Erholungsphase der Muskeln effektiver macht.
Die Sauna kann als Teil der Erholungsphase nach dem Sport betrachtet werden.
| Vorteile der Sauna nach dem Sport | Details |
|---|---|
| Muskelregeneration | Förderung der Durchblutung, Abtransport von Laktat |
| Stressabbau | Reduktion von Stresshormonen, Förderung der Ruhe |
| Mentale Erholung | Unterstützung des mentalen Gleichgewichts |
| Verbesserte Flexibilität | Reduzierung des Verletzungsrisikos, Erhöhung der Bewegungsamplitude |
| Immunstärkung | Aktivierung der Abwehr- und Immunzellen |
Typische Sauna-Fehler und wie man sie vermeidet
Aber Vorsicht! Beim Saunieren ohne gewisse Vorkenntnisse oder ohne das Einhalten von Verhaltensregeln kann der Schuss ganz leicht nach hinten losgehen. Dann können die beschriebenen Gesundheitseffekte rasch verpuffen. Ganz im Gegenteil: Zu sorglose Sauna-Besucher können ihrer Gesundheit sogar Schaden zufügen. Das sind die typischen Sauna-Fehler:
- Krank in die Sauna gehen: Kranke, fiebrige Körper brauchen Ruhe und keine Sauna, denn diese kann eine zusätzliche Belastung für den erkältungsgeschwächten Körper sein. Wer unter einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems, der Blutgefässe oder der Haut leidet, sollte vor einem Saunabesuch zwingend eine ärztliche Abklärung in Anspruch nehmen.
- Mit vollem Magen Saunieren: Wer zwischen dem Saunabesuch und einer grossen Mahlzeit nicht mindestens drei bis vier Stunden Zeit verstreichen lässt, riskiert Verdauungsprobleme.
- Alkoholisiert in die Sauna: Alkohol kann kurzfristig gut für die Laune sein, verstärkt aber die Wirkung der Sauna erheblich, was auch mal zu Übelkeit oder sogar zum Kreislaufkollaps führen kann.
- Sich keine Zeit lassen: Durch die Sauna hetzen widerspricht dem ursprünglichen Sinn. Man sollte sich für ein Saunabad und die Pausen dazwischen mindestens zwei Stunden Zeit nehmen.
- Körperliche Belastung danach: Sich körperlich anstrengen oder Sport treiben unmittelbar nach dem Saunabesuch ist nicht empfehlenswert. Eine solche Zusatzbelastung des Kreislaufs kann sich negativ auswirken.
- Nass in die Sauna gehen: Wer nass in die Sauna geht, reduziert den Schwitzeffekt und damit die positive Wirkung. Deshalb nach dem Duschen erst abtrocknen, und dann in die Sauna gehen.
- Zu langes Schwitzen: Saunieren hat nichts mit einer Rekordjagd zu tun. Nach jeweils spätestens 15 Minuten - und einem fünfminütigen Aufguss - sollte man aus der Saunakabine. Empfehlenswert sind maximal drei Runden mit jeweils 20 Minuten Pause dazwischen.
- Nicht trinken: Oft wird vergessen, zwischen den einzelnen Saunagängen ausreichend Wasser zu trinken. Es steigt damit die Gefahr einer Dehydration.
Wer bewusst darauf achtet, diese Sauna-Fehler zu vermeiden, kann aus dem Saunabesuch neben viel Wohlgefühl auch den maximalen Gesundheitseffekt ziehen. Am Anfang Saunen mit eher niedrigen Temperaturen von 58 bis 65 Grad Celsius wählen und dann langsam steigern.
Die richtige Anwendung für maximale Vorteile
Ein gut strukturierter Ablauf in der Sauna kann Ihre Wellness-Erfahrung nach dem Sport maximieren. Beginnen Sie nach dem Training mit einer kühlenden Dusche, um Schweiss und Schmutz abzuwaschen und Ihren Körper auf die Sauna vorzubereiten. Betreten Sie dann die Sauna und geniessen Sie die wohltuende Wärme und schwitzen Sie ganz entspannt für etwa acht bis zwölf Minuten. Achten Sie darauf, dass die Temperatur angenehm ist und Sie nicht überhitzen. Nach dem ersten Saunagang folgt eine Abkühlphase. Lassen Sie die kühle Luft oder eine kalte Dusche Ihre Haut erfrischen und beleben Sie ihren Kreislauf. Ruhen Sie sich anschliessend für etwa zehn bis fünfzehn Minuten in einer entspannenden Umgebung aus, um Ihrem Körper Zeit zur Erholung zu geben und geniessen Sie Ihren Spa-Moment. Wiederholen Sie diesen Zyklus noch ein oder zweimal, wobei zwei bis drei Saunagänge in der Regel ausreichend sind.
Eine effektive Saunasitzung sollte bei Temperaturen zwischen 80 und 100 Grad Celsius stattfinden und etwa 15 bis 20 Minuten dauern. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist vor und nach dem Saunabesuch von entscheidender Bedeutung, um den durch Schwitzen verursachten Wasserverlust auszugleichen.
Die Sauna sollte nicht unmittelbar nach dem Sport genutzt werden. Eine “Abkühlphase” von etwa 10 bis 15 Minuten wird empfohlen, um den Körper auf die Sauna vorzubereiten und das Risiko von Kreislaufproblemen zu minimieren.
Vor dem Saunabesuch ausreichend zu trinken ist wichtig, da durch das Schwitzen viel Flüssigkeit verloren geht. Experten empfehlen, nach dem Sport und vor dem Saunagang mindestens 500 ml Wasser zu sich zu nehmen, um einer Dehydration vorzubeugen.
Es ist jedoch wichtig, dass Kraftsportler auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, da durch das Schwitzen in der Sauna viel Flüssigkeit verloren geht. Dies ist besonders kritisch, da eine gute Hydratation für die Muskel- und Gelenkfunktion während des Krafttrainings essentiell ist.
Sauna vor dem Sport?
Die Nutzung der Sauna vor sportlichen Aktivitäten ist ein Thema, das in der Sportwissenschaft kontrovers diskutiert wird. Während die Sauna nach dem Training zur Erholung beitragen kann, ist ihre Anwendung vor dem Sport mit Vorsicht zu geniessen. Die Hitzeexposition vor intensiver körperlicher Anstrengung kann zu einer vorzeitigen Ermüdung führen, da der Körper bereits durch die Regulation der Körpertemperatur belastet wird. Zudem kann der Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen in der Sauna das Risiko einer Dehydration erhöhen, was die Leistungsfähigkeit mindert und das Verletzungsrisiko steigert.
Einige Studien weisen darauf hin, dass ein kurzer, milder Saunagang die Muskeln entspannen und die Durchblutung steigern kann, was potenziell die Leistung verbessern könnte. Allerdings ist die Evidenz hierfür nicht eindeutig, und Sportler sollten individuell abwägen, ob die Sauna vor dem Sport für sie persönlich von Vorteil ist.
Sauna vor dem Sport kann ebenfalls Vorteile bieten, wenn Sie es ganz bewusst und mit Bedacht tun. Die Wärme der Sauna hilft, Ihre Muskeln aufzuwärmen und die Durchblutung zu verbessern. Die so aufgewärmten Muskeln haben potenziell ein geringeres Verletzungsrisiko. Aufwärmübungen sollten aber trotzdem auf dem Plan stehen. Ein kurzer, entspannender Saunabesuch kann auch helfen, sich mental auf das bevorstehende Training oder Spiel zu konzentrieren.
Acht bis zehn Minuten reichen in der Regel, um sich in der Sauna auf die nächste Sporteinheit vorzubereiten. Also halten Sie den Saunabesuch vor dem Sport kurz und achten Sie darauf, dass Sie dabei nicht zu viel Flüssigkeit verlieren.
Verschiedene Sauna-Arten und ihre Wirkung
Es gibt verschiedene Arten von Saunen, wie die finnische Sauna, Dampfbad oder Infrarotsauna. Finnische Saunen bieten intensive Hitze und fördern starkes Schwitzen, während Infrarotsaunen tiefer in die Muskeln eindringen und bei niedrigeren Temperaturen wirken. Jede Sauna hat ihre eigenen spezifischen Vorteile, von tiefer Muskelentspannung bis hin zu intensiverem Schwitzen.
Obwohl das Wort «Sauna» vom finnischen «savu» abstammt, was so viel wie Rauch bedeutet, haben nicht die Skandinavier die Sauna erfunden. Erste Spuren von primitiven Dampfbädern aus der Steinzeit stammen aus Ostasien. Die Sauna existiert also schon lange in irgendeiner Form.
Die bei uns wohl bekannteste Sauna-Art ist die finnische Sauna. Die finnische Sauna ist die hierzulande bekannteste «herkömmliche» Sauna. Die Temperatur variiert zwischen 80°C bis 100°C und die Luftfeuchtigkeit beträgt 5% bis 15%.
Banja heisst so viel wie «Bad». Sie hat eine Temperatur von 70°C bis 110°C, kann aber auch weit über 100°C sein. Die Luftfeuchtigkeit kann bis 35% betragen, da in dieser Sauna viele Aufgüsse üblich sind. Eine Besonderheit dieser Sauna-Art besteht im sogenannten «wenik». Dabei wird der Körper mit Birkenzweigen, die in Wasser aufgeweicht wurden, gequästet (leicht geschlagen).
Hamam ist ein Dampfbad aus dem arabischen Raum. Das Hamam ist ursprünglich ein Reinigungsritual. Man durchläuft Räume mit unterschiedlichen Temperaturen, um den Körper an die stetig steigende Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu gewöhnen. Die Temperatur im Hauptdampfbad beträgt 50°C bis 60°C und die Luftfeuchtigkeit 65%.
Das Caldarium war früher Teil der römischen Therme. Es ist ein Dampf- und Inhalationsbad, bei dem Temperaturen von 40°C bis 50°C herrschen und die Luftfeuchtigkeit fast 100% beträgt. Das Caldarium ist besonders kreislaufschonend und auch für ältere Menschen und Kinder geeignet.
Die Biosauna eignet sich - aufgrund der vergleichsweise tiefen Temperatur - gut für Saunaanfänger oder auch Kinder. Die Temperatur beträgt 45°C bis 60°C bei einer Luftfeuchtigkeit von 40% bis 55%.
Diese Sauna funktioniert wesentlich anders als alle anderen. Hier wird nicht der Raum erwärmt, sondern direkt der Körper - und zwar mittels Infrarotstrahlen. Diese Strahlen wärmen den Körper von innen und können bis ins Unterhautgewebe vordringen - das soll Muskelverspannungen lösen und das Herz-Kreislauf-System nicht so stark belasten wie andere Sauna-Arten.
Wichtige Hinweise und Verhaltensregeln
- Herz-Kreislauf-Patienten sollten zuerst mit dem Arzt abklären, ob Saunieren für sie geeignet ist.
- Während sich in der Wärme der Sauna die Blutgefässe weiten und der Blutdruck sinkt, schnellt er in der Abkühlungsphase nach oben.
- Dazu gehört auch die Brille. Heizen sich die Schmuckstücke zu stark auf, besteht Verbrennungsgefahr. Eine Ausnahme bilden Fingerringe.
- Die Sauna sollte im Anschluss an, nicht vor dem Sport aufgesucht werden. Nach einer Belastung sollten Sie mit dem Saunabesuch warten, bis der Pulsschlag auf weniger als 100 Schläge pro Minute, besser noch in den Normalbereich (60 bis 80 Schläge/Minute) abgesunken ist. Das kann eine halbe Stunde dauern.
- In der Sauna ist man nackt. Schliesslich kann man nur nackt richtig gut schwitzen. Deshalb ist es auch nicht sinnvoll, sich in ein Saunatuch einzuwickeln. Keine falsche Scham, in der Sauna ist es in der Regel recht dunkel. Ausserhalb der Sauna ist es völlig in Ordnung, wenn man sich in ein Tuch hüllt.
- Grüssen ist in Ordnung, wenn man die Sauna betritt. Anstarren in der Sauna gehört sich nicht.
- Die goldene Regel lautet: kein Schweiss aufs Holz. Das heisst, man setzt oder legt sich auf ein Tuch, inklusive der Füsse. Deshalb nimmt man zwei Tücher mit, wenn man in die Sauna geht. Eins zum Abtrocknen, eins für den Saunagang. Zum Liegen nimmt man am besten ein zweifarbiges Tuch, sodass man für die nächste Runde weiss, auf welcher Seite man gelegen hat. Hat es ein Dampfbad, empfiehlt der Saunameister extra ein Gästehandtuch zum Draufsetzen. Auf den feuchten Fliesen kann es nämlich fremde Keime haben.
- Der Aufguss in einer öffentlichen Sauna wird nur vom Personal gemacht. Bei einer Überdosierung kann es zu einer Verpuffung und anschliessendem Brand kommen oder zu allergischen Reaktionen. Deshalb: Hände weg vom Aufguss.
- Ruhe! Der Experte empfiehlt deshalb, sich vor dem Verlassen der Sauna zuerst aufzusetzen und so ein paar Minuten zu warten, bevor man aufsteht.
- Eine weitere Gefahr lauert, wenn man nach Sauna zum Abkühlen raus in der Kälte geht und einfach stehen bleibt. Auch da kann der Kreislauf versagen, weil das Blut in die unteren Extremitäten fliesst. Was dagegen hilft: Bewegung während dem Abkühlen draussen.
Saunameister Piper empfiehlt drei Saunagänge. Die Länge der Pausen dazwischen sind individuell. Hat man sich sehr gut abgekühlt, braucht es keine Ruhezeit, sagt Piper. «Aber zum Wellness gehören Pausen einfach dazu.»
Für einen Wellnesseffekt reicht ein Besuch mit drei Saunagängen pro Monat. «Für einen Gesundheitseffekt sind ein Besuch jede Woche oder alle zwei Wochen zu empfehlen», so der Saunameister. Bei jedem Besuch geht es dreimal in die Sauna.
Gefährlich wird’s nur dann, wenn man sich in der Sauna zu schnell aus dem Liegen von der Holzbank erhebt. «Weil die Blutgefässe in der Hitze der Sauna geweitet sind, kann das Blut dann in die unteren Extremitäten versacken. So kann einem beim Verlassen der Sauna schon mal schwarz vor Augen werden», sagt Piper. Im schlimmsten Fall versage der Kreislauf.
Sportler mit Herzerkrankungen oder Bluthochdruck sollten vor dem Saunieren ärztlichen Rat einholen, da die Hitze den Kreislauf stark beansprucht.
Die Integration der Sauna in den Trainingsplan sollte individuell angepasst werden. Während einige Sportler von häufigeren Saunagängen profitieren, benötigen andere möglicherweise längere Erholungsphasen zwischen den Sitzungen. Es ist ratsam, mit einer niedrigeren Frequenz zu beginnen und diese schrittweise zu steigern, um die individuelle Verträglichkeit zu testen.
Fazit: Sauna nach dem Sport ist eine hervorragende Möglichkeit, die Regeneration zu fördern, Muskelkater zu reduzieren und Körper und Geist eine Auszeit zu schenken. Ob nach einem intensiven Fussballspiel, einer aufregenden Dance Session oder einem anspruchsvollen Krafttraining - die Sauna ist der ideale Ausklang. Mit der richtigen Abfolge und unter Berücksichtigung der individuellen körperlichen Verfassung kann der Saunagang zu einem festen Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Trainingsroutine werden.
Sauna nach dem Sport?
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